WOHGA WOHGA Magazin 17. März 2007
Architektur verbindet im Idealfall Haus und Garten
Der erste Eindruck eines Hauses wird durch zwei Elemente geprägt: durch die Architektur und die Gartengestaltung. Oftmals sind diese beiden Elemente jedoch in Disharmonie. Deshalb sollte der Garten bereits in der Planungsphase einbezogen werden – und im Einklang mit der Architektur des Hauses stehen.
Herr Mürner, geben Sie uns ein paar Tipps für eine Harmonie zwischen Haus und Garten?
Achten sie bei einer Gestaltung darauf, Formensprache und Fluchten des Hauses in der Gartenanlage wieder aufzunehmen, damit eine Einheit zwischen und Haus und Garten entsteht. Der Innenraum soll sich im Aussenraum weiterziehen. Nehmen sie die berühmten Gartenanlagen von Versailles, wo Gebäude und Garten durch die Symmetrie eine Einheit bilden und daher Grosszügigkeit ausstrahlen. Diese Einheit muss auch im kleinen Massstab und mit modernen Formen gesucht werden
Zeichnet sich diesbezüglich ein Trend ab?
Ein Garten wird heute nicht mehr zum Gemüseanbau verwendet, der Garten ist zum Entspannungsraum geworden. Die Bauherren bevorzugen vielfach Gärten, die ein minimum an Unterhalt und Pflege benötigen. Es werden Pflanzen angesäht, die die Sinne anregen. So werden Kräuter gezogen, die Duften oder Bambus, der ein Feriengefühl auslost oder auch Moose, die das ganze Jahr über farbig sind. Die Bepflanzung muss nicht mehr nähren, sondern stimulieren.
Zu welchem Zeitpunkt sollte die Gartengestaltung in das architektonische Konzept einbezogen?
Schon zu den ersten Projektskizzen gehören Gedanken zur Gartengestaltung. Vielfach wird die Umgebungsgestaltung im Verlauf des Projekts kostenmässig stark gekürzt oder sogar auf später verschoben. Wichtig ist, dass der Architekt und Bauherr eine klare Vorstellung haben, wie sich die Gesamtanlage früher oder später präsentieren soll.
Vier Tipps zur Gartengestaltung
Einfachheit
Wird erreicht durch ein Wechselspiel zwischen ruhigen und lebhaften Bereichen
Harmonie
Wird erreicht durch das richtige Verhältnis aller Bestandteile zueinander
Proportion
Wird erreicht durch optimale Grösse von allen Elementen zueinander
Aufmerksamkeit
Wird erreicht durch das setzen von Akzenten
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